GKSC Hürth - SVE  0 : 3 (0 : 3)

Unter den knapp einhundert Besuchern waren wieder mehr als die Hälfte SVer, die sich am Ende mit der Mannschaft über einen verdienten Auswärtsdreier freuten. Dabei bot die Begegnung doch einige Besonderheiten, die man durchaus als nicht alltäglich für ein Landesligaduell bezeichnen darf.

Zunächst einmal gab es auf beiden Seiten eine Vielzahl von Standardsituationen. Da der SVE davor gewarnt war, war die Menge schon ein Kritikpunkt, auch wenn die Defensive um Torwart Bronikowski sehr aufmerksam verteidigte. Dass der SVE das Spiel letztlich durch drei Standardtore entschied, war dann die erste Besonderheit bei der bekannten Stärke des Gastgebers bei diesem Mittel.

Eine weitere Besonderheit, die man auf Landesliganiveau als durchaus ungewöhnlich bezeichnen kann, präsentierte der Gastgeber in Halbzeit eins.

In der eigenen Hälfte spielte der GKSC eine konsequente Manndeckung gegen alle SVer, die sich in die gegenerische Hälfte bewegten. Zwar gelang unserem Team daraus kein Treffer, doch es ergaben sich immer wieder - zumeist durch gute Laufwege unserer Offensivspieler - Räume und Torannäherungen, die zumindest häufige Standardsituationen hervorriefen. Und die sollten ja, siehe oben "erste Besonderheit".....

So nutzte der SVE drei Standards endlich noch mal entschlossen und effektiv.

Eine Ecke von Burhan Gülez köpfte Luke Pabich nach 24 Minuten zur Führung ins Netz. Eine weitere Ecke wurde vom GKSC zunächst geklärt, doch Dennis Körner brachte mit einem langen Flugball Marco Braun in Position, der wieder einmal seinen Torriecher bewies. Er drehte sich bei seinem vierten Saisontor geschickt um den gegnerischen Spieler, um dann satt unter die Latte zu verwandeln (37.). War dies nur im Anschluss an einen Standard -quasi auf einen zweiten Ball, kam der dritte Treffer dann wieder direkt nach einer Ecke. Valerius spielte den Ball hart in den Strafraum und Hans Bresser wuchtete das Leder in die Maschen (44.).

Insgesamt sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der Pausenstand sicher zu hoch ausfiel. Der Gastgeber hatte seinerseits Chancen, doch entweder stand - wie beim Distanzschuss von Julien Desprez - der Pfosten im Weg oder Oliver Bronikowski rettete stark. Und wenn das alles noch nicht reichte, sorgte merhmals ein Eilendorfer Abwehrbein für den entscheidenden Störfaktor.

Nach dem Seitenwechsel zeigte der SVE dann eine souveräne Vorstellung, auch wenn die Hektik im Spiel, zumeist von Seiten der Gastgeber erzeugt und vom Schiedsrichter zugelassen, doch einige Unruhe hervorrief. Doch unsere Jungs behielten letztlich den klaren Kopf.

Man ließ nur noch eine Chance zu - Bronikowski lenkte den Ball von Brüggen um den Pfosten - und hatte in der Begegnung auch die deutliche Mehrzahl an Torabschlüssen.

Unter dem Strich ein erfreulicher Auftritt, der auf die nächsten Spiele Lust macht und mit Platz drei die beste Saisonplatzierung zur Folge hat. Sonntag um 15 Uhr erwartet unser Team den SV SW Nierfeld in der Delheid&Frommhold Arena, mit dem man nach der unglücklichen Niederlage im Februar-Nachholspiel noch eine Rechnung offen hat.