SV Nierfeld - SVE  2 : 1 (1 : 0)

Es gibt im Fußball verdiente Niederlagen, es gibt unglückliche Niederlagen und Niederlagen, da fragt man sich, wie konnte das passieren. Heute erlebte der SVE bei herrlichstem Frühlingswetter eine Niederlage aus der letzten Kategorie. 

Man war auf alles vorbereitet, die stärkste Waffe des Gegners (weite Einwürfe von Weiler) war bekannt, man hatte gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, doch am Ende stand unser Team mit leeren Händen da.

Der Start gelang gut, sofort bekam man die Partie in die Griff und übernahm die Spielkontrolle. Der Gastgeber agierte mit viel Aufwand und zerstörte die spielerischen Bemühungen des SVE durch viele kleine und wirkungsvolle Fouls. Mit Leidenschaft versuchten die Nierfelder, den SVE vom Tor wegzuhalten. Und wieder war es dann die Einwurfstärke von Weiler, die dem SVE zum Verhängnis wurde. Der Ball wurde diesmal am ersten Pfosten verlängert und Jansen entwischte am zweiten Pfosten seinem Gegenspieler und stocherte den Ball über die Linie (25.).

Zwar behielt der SVE das Spiel bis zur Pause unter Kontrolle, konnte aber kaum Lücken in der Defensive finden. So war der Rückstand zur Pause zwar unnötig, aber auch selber verschuldet. 

In Halbzeit zwei zeigte unser Team dann ein anderes Gesicht, brachte nun viel mehr Gefahr Richtung Strafraum und zwang Torwart Fromm mehrmals zu guten Paraden. Als Tom Voss im Sechzehner gefoult wurde, gab es folgerichtig Elfmeter und Niklas Valerius traf souverän zum Ausgleich. (67.).

Nun wurde die Überlegenheit immer drückender, der Führungstreffer lag stetig in der Luft. Zwei Tore von Valerius und Vopel wurden wegen Abseits (wohl eher eine Fehlentscheidung) und Foulspiel abgepfiffen und dennoch musste der SVE immer wachsam bleiben, denn die Einwürfe blieben eine gefährliche Waffe. So fiel dann tatsächlich der umjubelte und sicher sehr glückliche Siegtreffer für die Gastgeber in der 93. Minute. Natürlich musste dafür ein Einwurf herhalten. Weiler sorgte für das Deja Vu, diesmal stocherte wohl Spies den Ball über die Linie. 

Unter dem Strich eine Niederlage, die weh tut und nur schwer zu verdauen ist. In Halbzeit zwei zeigte das Team eine sehr gute Leistung und hätte sicher den Platz als Sieger verlassen müssen. Heute setzte sich aber - sicher nicht zum ersten Mal in Nierfeld - die Leidenschaft des Gegners gegen die spielerisch bessere Mannschaft durch, leider für den SVE wieder mit Einwürfen, die zu Toren führten. 

Wenn man so ein Spiel nicht gewinnt, darf man mit sich hadern. Ärgern ist erlaubt, aber jetzt heißt es sich auf die nächsten Partien vorbereiten und sehr achtsam zu bleiben, denn man muss erstmal wieder punkten und die Aufgabe nach unten im Auge behalten.