SVE - GKSC Hürth  3 : 2 (1 : 2)

Leider nur 150 Zuschauer bei echtem Eilendorfer Schmuddelwetter erlebten zwei vollkommen verschiedene Halbzeiten. Die erste Halbzeit war aus Sicht des SVE sicher eine der schlechtesten der letzten Jahre. Auch erzwungen von sehr engagierten und emotional alles abrufenden Gästen, die dem SVE in allen Belangen in Durchgang eins überlegen waren.

Auch wenn man mit individuellen Fehlern im Defensivverhalten dem Gast bei beiden Treffern (22. Siebert, 37. Odau) deutliche Unterstützung lieferte. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Nikals Valerius (28.) nach starkem Pressing von Cebeci spiegelte die desolate Leistung unseres Teams nicht wider. Was zu diesem Zeitpunkt in der Halbzeit niemand ahnen konnte, der Gast hatte sichtlich überpowert und der SVE fand in Halbzeit zwei auch spielerisch immer mehr Lösungen, um sich Chancen zu erarbeiten. Man gewann nun, wie der Gast in Halbzeit eins, quasi alle entscheidenden Situationen auf dem Platz. Die Bereitschaft, die schlechte erste Halbzeit wergzuwischen, war spürbar und nach tollem Pass von Dennis Körner, bei dem ein Innenverteidiger der Gäste fehlerhaft agierte, erzielte Valerius den Ausgleich (54.). Es ging ein Ruck durch Team und Zuschauer und nun war das Geschehen fest in Eilendorfer Hand. Dass ein Standardtor von Emrah Cebeci aus mehr als 30 Metern die Entscheidung bringen sollte, spiegelte die spielerische Überlegenheit des SVE allerdings nicht wider. Aber am Ende beschwerte sich natürlich niemand im SVE Trikot. Der zweite hart erkämpfte Sieg binnen 5 Tagen hat die prekäre Situation unserer Mannschaft zunächst mal deutlich gebessert.

Dennoch heißt es vor den nächsten Partien, das Geschehen deutlich und aufmerksam zu analysieren. Die positive Punktausbeute darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Dinge einfach nicht gut gelaufen sind und Verbesserungen dringend notwendig. Also heißt es, in den nächsten Spielen hart und konsequent weiter zu arbeiten. Aber ein bisschen Zufriedenheit und Stolz auf die Leidenschaft und Moral sollte schon die verdiente Anerkennung ifür unser Team bringen.