Sportfreunde Troisdorf - SVE U19  2 : 2 n.V. (0 : 0/2 : 1)

Am Ende brachen alle Dämme....Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt für Trainer Carsten Wissing und sein Team. Der - bei dem schweren Los Sportfreunde Troisdorf - eher als unwahrscheinlich eingestufte Aufstieg in die zweithöchste A-Jugendklasse gelang damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte und setzte dem Aufstieg der Ersten und Zweiten nun quasi die Krone auf.

In der ersten Halbzeit wirkte unser Team zwar engagiert, aber auch sehr nervös und reagierte nur, wobei lange Bälle und nicht der gute Spielaufbau aus der Meisterschaft als Stilmittel herhalten mussten. Dem Favorit als Troisdorf fiel aber auch nichts ein und so ging es nach eher ereignislosen 45 Minuten mit dem Pfiff des guten Schiedsrichters in die Pause. 

Nach dem Wechsel änderte sich wenig und so war es kaum überraschend - auch weil es unser Team schon die ganze Saison verfolgt - dass ein Standard die Heimelf in Front brachte. Dabei sah die gesamte Defensive nicht gut aus (58.). Zum ersten Mal sprach das Momentum für die Gastgeber, auch wenn Auswärtstore im Jugendbereich nicht zählen. Der Gastgeber drückte, der SVE wehrte sich und hatte zwei gute Chancen durch Kian Soleimankhani, der jedoch scheiterte. Als Paul Daniels nach 85 Minuten mit einem Freistoß aus über 50 Metern den Torwart überraschte und so den Ausgleich erzielte, hofften die wieder unglaublichen über einhundert SVEr unter den 250 Zuschauern auf die Sensation. Der Gastgeber steckte nicht auf, alle Spieler investierten die letzten Energiereserven und doch gelang den Sportfreunden in der vierten Minute der fünfminütigen Nachspielzeit nach einer Ecke das 2 : 1. 

Erneut sprach das Momentum für die Gastgeber, doch auch diesen Schock steckten unsere Jungs weg und gerade die eingewechselten Spieler sollten am Ende den Unterschied machen. Nachdem die erste Hälfte der Verlängerung ziemlich ohne Höhepunkte verlief, war es Berat Caglar, der nach Vorarbeit von Aljoscha Feese mit einem satten zwanzig Meter Schuss den umjubelten Ausgleich erzielte (110.). Zehn Minuten mussten Spieler, Trainer und Fans jetzt noch gemeinsam überstehen, es kostete sichtbar Nerven, jeder gab alles und so überstand der SVE auch die letzten verzweifelten Aktionen der Sportfreunde. Mit dem Schlusspfiff brach dann der Jubel aus. Zwar erschöpft, aber glücklich, genossen unsere Jungs und ein zurecht stolzer Trainer den tollen Moment. 

Aufstieg Nummer vier binnen weniger Wochen, wahrlich Momente für die Ewigkeit, an die man sich als Spieler, Trainer, Fan und SVer immer erinnern wird. Am besten auch dann, wenn es mal nicht so läuft, sondern einfach nur „normal“. Denn gute Arbeit der Verantwortlichen (Spieler, Trainer etc.) ist sicher nicht nur an Aufstiegen zu messen. Genießen wir einfach den unfassbaren Moment der Aufstiege und freuen uns mit allen Mannschaften auf die großen Herausforderungen, die nun auf alle warten werden. Unglaublich, unfassbar, einfach geil....