Inde Hahn - SVE  4 : 1 (2 : 0)

Frustriert und enttäuscht, so kann man die Stimmungslage nach dem heutigen Auftritt in Hahn beschreiben. Nach der starken Leistung der letzten beiden Spielen mit sehr unglücklichen Punktverlusten in den letzten Spielsituationen, hatte man sich - auch in Kenntnis der Ergebnisse der Konkurrenz - nach einer guten Trainingswoche viel vorgenommen. Doch auf dem Platz präsentierte sich unser Team - besonders in Halbzeit eins - heute schwach und nicht präsent.

Bereits in der Anfangsphase machte sich das ungute Gefühl breit, dass der SVE zwar nach vorne einiges bewegen könnte, aber in der zuletzt so starken Arbeit gegen den Ball heute große Defizite offenbarte. Die schnellen Gastgeber hatten immer wieder Platz und Raum und nutzen diesen ohne große Gegenwehr zu gefährlichen Angriffen. Auch wenn zur Halbzeit das Chancenverhältnis quasi ausgeglichen war, musste der SVE durch zwei Treffer von Peter Szcyrba (17. und 34. Minute) einen verdienten Rückstand hinnehmen.

Nach dem Wechsel präsentierte sich unser Team zunächst deutlich verbessert und mehrmals lag der Anschlusstreffer auf dem Präsentierteller, doch erst ein Foulelfmeter durch Niklas Valerius machte das Spiel wieder spannend (58.). Leider entschied dann erneut eine bemerkenswerte Passivität gegen den Ball das Spiel, als Jalil Tahir nur mit Begleitschutz durch die Eilendorfer Hälfte marschierte und dann aus zwanzig Metern nicht ganz unhaltbar erhöhte (66.). In der Folgezeit spielte der SVE zwar weiter nach vorne, doch der Ball wollte trotz guter Gelegenheiten nicht mehr ins Tor des sehr guten Roy Flekken im Kasten der Inde-Kicker. Stattdessen fiel dann auch noch das 4 : 1, welches die heutigen Mängel ziemlich gut widerspiegelte. Ein seitlicher Freistoß sprang im Fünfmeterraum von einem Eilendorfer zum anderen und Tahir bedankte sich erneut (87.).

Unter dem Strich war die heutige Leistung ziemlich erschreckend, nicht erklärbar und dem Ernst der Lage irgendwie nicht angepasst. Oder anders formuliert, man hat heute eine große Chance nicht genutzt, entscheidenden Boden gut zu machen und sich von der Konkurrenz abzusetzen. Mit der heute gezeigten Leistung wird man sich nicht aus dem Abstiegssumpf befreien können, muss aber der Mannschaft die Möglichkeit zugestehen, nach den guten letzten Spielen und einer heute enttäuschenden Leistung im Heimspiel gegen Teveren ein anderes Gesicht zu zeigen.

Das einzig positive am gebrauchten Sonntag ist die Tatsache, dass bei jetzt noch vier ausstehenden Spielen, der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz unverändert fünf Punkte beträgt. Heute allerdings ein sehr schwacher Trost für Fans und Mannschaft.