Viktoria Glesch-Paffendorf - SVE  2 : 2 (1 : 1)

Es lief die 96. Minute in Glesch, der SVE hatte gerade einen gefährlichen Freistoß - die erste Chance der Gastgeber in Halbzeit zwei - zur Ecke geklärt. Doch diese Ecke bekam unser Team nicht geklärt, der Ball fiel in einer chaotischen Situation Krasniqui vor die Füße, der ihn unter die Latte hämmerte. Tor, Abpfiff. Zwei verlorene Punkte für unser Team, das eine wirklich gute Partie geliefert hatte und nun eine gefühlte Niederlage verarbeiten muss.  

Von Beginn an hatte der SVE gegen einen sehr passiven Gegner gefühlt 80% Ballbesitz, fand aber gegen die Defensive kaum Lösungen. Dies änderte sich erst nach 30 Minuten, als Emrah Cebeci einmal an Torwart Jackmuth scheiterte und einmal die Latte traf. Vom Gastgeber kam kaum Gefahr, die langen Bälle wurden zumeist sehr aufmerksam verteidigt und dennoch ging der Gastgeber in Führung. Ein weiter Einwurf, fünf Defensivspieler gegen zwei Angreifer und trotzdem hieß es 1 : 0 durch Alloui, der einfach schneller reagierte (40.). Die Antwort ließ - wieder einmal - nicht lange auf sich warten. Emrah Cebeci bediente nach einem Freistoß Dennis Körner, der knallhart verwandelte (45.). Der Halbzeitstand war schon glücklich für die Viktoria, das sollte in Halbzeit zwei noch deutlicher werden. 

Nun kam unser Team auch spielerisch zu guten Torannäherungen und der Gastgeber hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Einen Freistoß von Cebeci köpfte Marco Braun präzise nach innen und Niklas Valerius hatte kein Problem die umjubelte Führung zu köpfen (76.). Der einzige Vorwurf, den sich unsere Mannschaft machen muss, ist das entscheidende dritte Tor nicht nachgelegt zu haben. Keiner der Zuschauer hatte das Gefühl, dass die Viktoria noch zurückkommen würde, doch drei sehr gute Konter wurden nicht mit einem Tor veredelt und dann kam die letzte Spielsituation....

Fazit: ein bitterer Verlust von zwei Punkten, die den SVE in eine sehr komfortable Situation befördert hätte. Dennoch muss man die Gesamtleistung betrachten. Und die war heute wirklich gut und hätte drei Punkte verdient. Nun muss man mit einer gefühlten Niederlage umgehen. Der nächste Gegner Frechen 20 zählt nicht gerade zu der Kategorie Mannschaften gegen die unser Team punkten kann. Bislang gelang dies gegen kein Topteam der Liga. Das Positive bleibt der Vorsprung von sechs Punkten vor dem ersten Abstiegsplatz. Mund abputzen, weiter machen, Sonntag kann man nur gewinnen.