SVE - Hertha Walheim   1 : 2 (0 : 2)

Die knapp 300 Zuschauer hatten ihre Plätze noch nicht richtig eingenommen, da ging die Hertha durch Manuel Krebs bereits in Führung. Knapp drei Minuten waren gespielt, der SVE war noch nicht auf dem Platz und die fehlende Aggressivität nutzte die Hertha im Stile einer Spitzenmannschaft. Weiter tat sich der SVE schwer, nis Spiel zu finden, man hatte den Eindruck, das harte Spiel am Donnerstag steckte doch noch in den Beinen und der frühe Rückstand machte die Aufgabe nicht leichter.

Mit einfachen Mitteln und wenig Gegenwehr fiel dann bereits nach 12 Minuten der zweite Treffer für den Gast. Wieder wurde Manuel Krebs viel zu einfach bedient und behielt vor dem Tor des bedauernswerten Mattis Klöpper mit einem platzierten Schuss in die rechte Ecke die Nerven. Bis zur Pause gelang es unserem Team nur selten, das Heft in die Hand zu nehmen. Man war meist einen Schritt zu spät und kam auch nur schwer in die Zweikämpfe. und wenn dann doch mal eine guter Angriff bis in die Box kam, war die Walheimer Defensive deutlich aufmerksamer als die Eilendorfer. Die beste Chance zum Anschluss hatte unser Team dann nach einer guten halben Stunde als ein sehenswerter Angriff über die rechte Seite zwar durch Niklas Valerius im Tor landete, der Schütze aber knapp im Abseits stand. Auf der Gegenseite verhinderte Mattis Klöpper mit einer tollen Reaktion zuvor die Entscheidung, als er einen Ball aus kurzer Distanz über die Latte lenkte.

Der SVE wechselte zweifach in der Halbzeitpause, wobei sich sicher auch mehr Wechsel angeboten hätten. Und, wieder einmal, zeigte unser Team eine deutlich bessere zweite Halbzeit, war nun viel aggressiver und präsenter und kam bereits nach 52 Minuten zum Anschlusstreffer. Ceyhan Arslan setzte sich endlich mal entschlossen in einem Zweikampf auf der rechten Seite durch und bediente massgerecht den einlaufenden Emrah Cebeci, der Schäfer keine Chance ließ.

In der Folgezeit entwickelte sich nun eine umkämpfte und endlich auch einem Lokalduell entsprechende engagiert geführte Partie. Auch wenn auf beiden Seiten große Torchancen Mangelware blieben, hatte der SVE in der 90. Minute die große Ausgleichschance. Emrah Cebeci spielte auf Niklas Valerius, der unter Bedrängnis in den Strafraum eindrang und alleine vor Torwart Schäfer diesmal nicht den Ball versenken konnte. 

Somit hieß der insgesamt verdiente Sieger am Ende erneut - zum fünften Mal in Folge in einem Meisterschaftsspiel - Hertha Walheim. Glückwunsch an die Mannschaft von Daniel Fromberg.

Für den SVE war es kein guter Spielstand, da der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz durch die anderen Begegnungen wieder geschrumpft ist. Nun steht nächsten Sonntag des enorm wichtige Auswärtsspiel beim punktgleichen Tabellennachbarn Viktoria Glesch-Paffendorf auf dem Programm. Im Hinspiel gab es einen knappen 2:1 Sieg für den SVE. Mit Schrecken denken unsere Fans noch an die letzte Saison zurück, als der SVE mit einer der schwächsten Leistungen der letzten Jahre eine verdiente Auswärtsniederlage kassiert hatte, die einiges an Aufarbeitungen zur Folge hatte. Sicher hat man da noch eine Rechnung offen und muss weiterhin sehr wachsam sein, um die Situation im Abstiegskampf zu kontrollieren.