OSV Orsbach – SVE III 2:3 (0:0)

Auf dem letzten Fleckchen Asche(nplatz) vor der ringsum grünen Grenze nach Holland bestand die Dritte sowohl die schwere Prüfung gegen den bis dahin zu Hause ungeschlagenen Tabellennachbarn, als auch die witterungsbedingte Grenzerfahrung in Orsbach. Freie Pläne soweit das Auge reicht. Da kam das Wasser, den Platzverhältnissen und Sturmtief sei Dank, gleich aus allen Richtungen.

Auch wenn das so nicht abgesprochen war und allen Warnungen des Trainerteams zum Trotz, gelang es der Dritten vom Start weg, die Partie zu kontrollieren. Hellwach ließ man sich weder vom körperlich sehr präsenten Gegner noch von den äußeren Widrigkeiten davon abbringen, ein zumeist sicheres Passspiel aufzuziehen. Leider führte die in Hälfte eins deutliche Überlegenheit trotz bester Gelegenheiten aber nicht zu einer beruhigenden Führung (Halbzeitstand s. o.).

 

Nach Wiederbeginn wurde das Geschehen offener und den stärker werdenden Gastgebern gelang es insbesondere bei Freistößen gefährlich zu werden. Für das 1:0 (55.) musste allerdings eine wunderschöne Einzelaktion “herhalten“. Als der Ball nach kurzer Drehung aus 25 m im Winkel versenkt wurde, nahm das der Dritten für ein paar Minuten die Luft. Als man sich dann aber wieder berappelt hatte, verlängerte A. Hirtz im Anschluss an eine Ecke den Ball aus kurzer Distanz zum Ausgleich (65.). Die Partie kam in ihre wildeste und umkämpfteste Phase.

Entschlossen nutzten die Orsbacher gleich die nächste Freistoßgelegenheit zur abermaligen Führung (Kopfball, 68.) …die allerdings postwenden auch wieder egalisiert werden konnte. R. Büsing staubte ab (70.), nachdem inzwischen aus allen Lagen geschossen und geflankt wurde. Adrenalin pur!

Leicht “berauscht“ von der blitzartigen Antwort, war die Dritte jetzt kaum noch einzufangen. Trotz immer schlechter werdenden Untergrundes spielte man sich immer wieder in den gegnerischen 16ner. Und als R. Büsing in der 82. Minute zunächst seinen ausgemergelten Körper gekonnt zwischen Ball und Gegner brachte, um dann aus der Drehung flach einzunetzen, war das Spiel tatsächlich gedreht. Klar, dass die Orsbacher sich damit nicht abfanden. Man lockerte die Abwehr, aber nach vorne gelang nicht mehr viel. Die Dritte stand sicher, die Schlacht war gewonnen, der Jubel groß.

So war es zu verkraften, dass es in der Schlussphase trotz riesen Chancen versäumt wurde, den Deckel auf dieses Spiel zu machen. Hintergrund: S. Derleth hatte noch nicht getroffen und in Anbetracht des drohenden Ausfalls der eingeplanten väterlichen Torprämie H. Elsen das sichere 4:2 vom Fuß/von der der Brust genommen. Ein Skandal, der letztlich keiner wurde!