Rhenania Würselen II – SVE III 3:4 (2:3)

Nachdem man sich vor Spielbeginn mit Blick auf das extrem schwere und 107 m lange (Rasen-)Geläuf gegenseitig der besten Wünsche versichert hatte (nochmals Danke Adler!), gewinnt die Dritte auch am Würselner Lindenplatz.

 

Sah es unmittelbar zu Beginn noch danach aus, als kämen die Gastgeber besser mit der stürmischen Witterung und den widrigen Platzverhältnissen klar, nutze die Dritte gleich den ersten Ausrutscher in der Rhenanenabwehr zur Führung. Herr Büsing schaltete gewohnt schnell und spielte S. Derleth mustergültig frei, der sich die ihm gebotene Zeit nahm und besonnen verwandelte (6. Min.). Dass zwei weitere Derleth-Treffer (zunächst per sattem Linksschuss (23.) und dann nach schöner Vorarbeit von Elsinho per Sohle (33.)) nicht zur beruhigenden Pausenführung gereichten, lag an den beiden Anschlusstoren der Rhenania. Diese fielen zwar jeweils etwas überraschend, hielten die Gastgeber aber im Spiel.

Als die Dritte gleich nach Wiederanpfiff zwei brenzlige Situationen überstanden hatte, wurde das Geschehen einseitiger. Mit dem Wind im Rücken drängte man die Würselener zusehends in deren Hälfte und erspielte sich ein paar richtig gute Torchancen. Die bis dahin größte vergab unser heute extrem austrainiert wirkender Sturmführer, als er sich mit einer einzigen Aktion in die Elf des Tages katapultieren wollte und sich lieber adlergleich in die Lüfte schwang, um spektakulär per Seitfallzieher zu versemmeln, anstatt einfach einzunicken. Staunendes Entsetzten im weiten Rund! 

Das beruhigende 4:2 (60.) markierte dann aber wenig später C. Berger, als er eine tolle Flanke von Vati Fatih nach schöner Linkskombination über die Linie drückte. Weit weniger spektakulär, aber effektiv und vor allem wichtig, weil die Rhenania hiernach kaum noch stattfand. Klassischerweise vergab die Dritte in der Folge beste Möglichkeiten zu weiteren Treffern, weswegen den Rhenanen kurz vor Schluss und aus dem berühmten Nichts heraus abermals der Anschluss gelang.

Da sich die verbleibenden Minuten aber ausschließlich in der würselener Hälfte abspielten, blieb es beim völlig verdienten Auswärtssieg, mit dem sich die Dritte weiter im oberen Tabellendrittel festsetzt. Einziger kleiner Wermutstropfen vielleicht, dass sich da ein Spieler 90 Minuten auf seinen Einsatz vorbereitet hat, der ihm aber „Dank“ unvermitteltem Schlusspfiff verwehrt blieb :-).