FV Vaalserquartier II – SVE III 4:4 (0:0)

Mangels Anwesenheit steigt der Chronist nachfolgend erst in Halbzeit zwei ein, womit zumindest ergebnistechnisch aber auch nichts verschwiegen wird. In einem phasenweise hervorragenden Kreisliga-C-Spiel fallen alle 8 Treffer erst nach der Pause, die letzten beiden ärgerlicherweise noch in der Nachspielzeit, einer gefühlten Nachspieldekade.

Nachdem Sebauer und Elsen die zweimalige Führung der Hausherren ausgleichen konnten, wurde die Dritte zunehmend dominant und zog bis zur 85. Minute durch Derleth verdient und „uneinholbar“ auf 4:2 davon. Das Spiel war durch, Ball und Gegner aber auch sowas von unter Kontrolle …jedenfalls bis zur 93 Minute. Eine kleine Unachtsamkeit außen, eine große am langen Pfosten, und es stand „nur noch“ 4:3. Kein Problem, das Spiel war ja eigentlich auch schon aus, und als in der 95. Minute nach traumhafter Kontersituation und unnötigem Ballverlust an der Mittellinie dann noch ein allerletztes Verzweiflungsschüsschen aus der Distanz abgelassen wurde, war es aber nun wirklich geschafft.   

Doch anstatt dieses Bällchen wahlweise neben das Tor hoppeln zu lassen oder mit den Händen aufzunehmen, sprang es nach

missglücktem Klärungsversuch einem „Grenzgänger“ derart vor die Füße, dass es problemlos ins verwaiste Tor eingeschoben werden konnte. Abpfiff!

Wahnsinn, Bayern vs. Manchester war nixxx dagegen! Aber zum Glück gab es auf die Frage, woran et denn jetzt jelejen hatte, schnell mehrere Antworten/Väter des Punktverlustes. Ehrenhaft von Jörg W., dass er, in der 89. Minute eigentlich nur noch eingewechselt, um ein paar Sekunden von der Uhr zu nehmen, alle Schuld auf sich nehmen wollte, aber sicher zu einfach :-).

Dass die beim Kabinenbierchen längst wieder gute Stimmung dann doch noch in Verzweiflung umschlug, dafür sorgte abschließend unserer lieber und in Vaalserquartier als sehr gut pfeifender Aushilfsschiri eingesetzter Helmut W. mit den Worten: „Ich habe mich auch bei der Nachspielzeit ein bisschen vertan.“