Achtbare Niederlage gegen starken Tabellenführer

SVE - FC Hennef  0 : 2 (0 : 2)

Der Tabellenführer präsentierte sich zumindest fußballerisch seiner Position würdig.

Unser Team wehrte sich nach Kräften vor 180 Zuschauern, die sich dank Corona Verordnung nur über alkoholfreie Getränke und leckere Currywurst - laut Stadionsprecher Stefan Beuel auch ohne Alkohol - freuen konnten, und setzte in der zweiten Halbzeit auch Akzente nach vorne. 

Auf schwer bespielbaren Rasenplatz übernahm der Gast wie erwartet das spielerische Kommando, der SVE stand aber zunächst sehr kompakt und konzertiert, so dass Torchancen ausblieben. Dass dennoch zur Pause zwei Tore für Hennef durch die beiden Japaner Sakahe Iohara und Kento Teranuma auf dem Tableau standen, war dann wieder ärgerlich, denn beide Treffer waren vermeidbar.

Unser junges Team, ganz ohne asiatische Unterstützung und heute mit 22 Jahren und 5 Jungs aus der eigenen Jugend in der Startformation konnte auch heute einiges in Sachen „übertriebenes Schreien bei Foulspielen“ und „Freistöße ziehen“ lernen, was man gerne als Cleverness oder Abgezocktheit bezeichnet. 
Der Pausenstand war verdient, wenn auch ein Tor weniger die Defensivleistung mehr belohnt hätte.

In der Halbzeit nahm man sich vor, zunächst mutiger zu agieren und das Risiko der enormen Angriffs- und Tempoqualitäten des Gegners bewusst in Kauf zu nehmen. Nach einer Minute dann die große Chance zum Anschlusstreffer, doch der Kopfball von Valerius nach Flanke von Julian Braun verfehlte das Tor ganz knapp.
Der SVE blieb mutiger, so dass Hennef zu mehr und besseren Torchancen kam als in Durchgang eins. Doch Raphael Maskow und die Defensive ließen sich nicht mehr überwinden. Auch nicht als Kapitän Hans Bresser nach 72 Minuten die Gelb Rote Karte sah. 
Im Gegenteil, kurz vor Schluss hatte Alex Dollhopf nach Freistoß von Niklas Valerius im Nachschuss die Chance auf den Ehrentreffer. 
Unter dem Strich ist die heutige Niederlage gegen diesen Gegner für den SVE als achtungsvolles Ergebnis zu werten, wobei man natürlich den sichtbaren Klassenunterschied anerkennen kann. 

Ob es am Sonntag im Lokalderby in Vicht um 15:30 Uhr reicht, um Punkte mitzunehmen, darf man gespannt erwarten. Die Vorfreude ist allerdings bei allen Eilendorfern spürbar. Vielleicht hat unser junges Team heute Erfahrungen sammeln können, die auf dem Dörenberg helfen, dem Gastgeber das Leben mehr als nur schwer zu machen. 


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