Frust über dumme Niederlage!

SVE - FC Hürth  2 : 3 (0 : 3)

Eine ärgerliche Niederlage musste unser Team heute hinnehmen. Wobei zur Pause sogar ein Debakel möglich war, doch der SVE wieder einmal Moral zeigen konnte und den Gast trotz Unterzahl noch in Verlegenheit brachte. 

Unsere Mannschaft hatte sich einiges vorgenommen und kam gut in die Begegnung. Der Plan wurde gut umgesetzt und nach zehn Minuten musste eigentlich das 1 : 0 fallen, doch Ak traf nach einem schönen Angriff aus fünf Metern das Tor nicht. Diese Szene tat nach 15 Minuten doppelt weh, als ein langer Ball per Kopf ins eigene Tor gelenkt wurde und der Gast mit der ersten Torannäherung ohne eigene Anstrengung in Führung ging. Der SVE verlor den Zugriff und musste bis zur Halbzeit weitere Nackenschläge ertragen. Zunächst gelang es fünf Defensivakteuren nicht, konsequent zu klären und Wermes bedankte sich mit einem Gurkentor (26.). Damit aber leider nicht genug, Sinan Ak erhielt wegen eines dummen Spruchs zum Gegenspieler die rote Karte und mit dem Pausenpfiff führte ein Standard per Kopf zum ebenfalls vermeidbaren 0 : 3 durch Friesdorf. Alle SVer waren gleichermaßen geschockt und frustriert. In einem Spiel, dass man zu Beginn dominierte und wo man das Gefühl hatte, man muss das gewinnen, wenn man die Klasse halten will, lag man aussichtslos mit 0 : 3 hinten und war nach einem berechtigten Platzverweis sogar nur noch zu Zehnt. 


Mit drei Wechseln ging es weiter und unser Team zeigte, wo andere Mannschaften vielleicht zerfallen wären, Moral. Nach schönem Pass von Ceyhan Arslan gelang Valerius nach 54 Minuten der erste Treffer und es keimte Hoffnung auf, auch weil der SVE nun um jeden Zentimeter rackerte und immer mehr die Oberhand gewann. In Unterzahl liess man kaum Gelegenheiten zu und eroberte immer wieder Bälle. Als dann Timo Bindels einen Eckball von Albert Korotaev verlängerte und Niklas Valerius aus kurzer Distanz nach 85 Minuten einnetzte, schien das eigentlich Unmögliche plötzlich noch machbar. Alles wurde nach vorne geworfen und man kam tatsächlich noch zu gefährlichen Annäherungen, doch zum Ausgleich reichte es nicht mehr. 

Fazit: Diese Niederlage war komplett unnötig, weil selbstverschuldet, und tut richtig weh. Ein durchaus möglicher Dreier - gegen einen noch nicht in Bestform agierenden Gegner - wurde fahrlässig in Halbzeit eins mit blöden Gegentoren und Fehlverhalten weggeworfen. So bemerkenswert die Leistung und Moral in Halbzeit zwei auch war, man kann sich nichts dafür kaufen, wichtige Punkte sind weg und die durchaus mögliche gute Tabellensituation ist nun richtig gefährdet, denn das Auswärtsspiel nächsten Sonntag beim Fünften in Alfter und darauf die Woche das Heimspiel gegen die Verlustpunktfreien Hennefer hätte man mit sechs Punkten durchaus lockerer angehen können. Aber: Mund abputzen und nach vorne gucken, trauern hilft nicht weiter.