Der nächste bittere Nackenschlag....

Fortuna Köln II - SVE  3 : 2 (0 : 0)

Bis zur 80. Minute schien sich der SVE für den Aufwand mit dem notwendigen Glück und großem Einsatz zu belohnen. Doch mit dem Freistoßtor von Pascal Schmidt (80.) verlor unser Team gegen die Power der Gastgeber die Linie und konnte nicht mehr genug entgegensetzen. Güler (82.) und der eingewechselte Siampanis (83.) drehten die Partie komplett und sorgten am Ende für frustrierte SVE Spieler.


Das Spiel begann wie es ein Abstiegskampf erwarten lässt: Kampf und hoher Einsatz auf beiden Seiten. Dabei hatten die Kölner zwar mehr Ballbesitz, der SVE verstand es aber, keine Torchancen zuzulassen. Mit der Ausnahme, dass man die Fortuna in zwei Situationen mit unnötigen Ballverlusten einlud, ohne bestraft zu werden. Selber hatte man durch Marso, Valerius und Vopel drei Torannäherungen, so dass das torlose Unentschieden zur Halbzeit zwar viel Energie gekostet hatte, aber verdient war. 

In die zweite Halbzeit startete der SVE dann furios und  effektiv. Einen Freistoß verlängerte Lucas Marso auf Jan Vopel, der die umjubelte Führung erzielte (50.) und als Niklas Valerius einen Konter über Jan Vopel mit einem abgefälschtem Schuss zum 2 : 0 nutzte (54.), waren die drei Punkte in Reichweite. Zweimal parierte Raphael Maskow überragend und die Hektik der Fortunen auf und neben dem Platz nahm immer mehr zu. Theoretisch konnte unser Team auch da einiges von lernen, wobei einiges nicht im Sinne des FairPlay ablief. Auf und neben dem Platz. 

In dieser Phase merkte man bereits, dass unser unerfahrenes Team Schwierigkeiten bekam, den Fokus zu halten. Einige Tanks liefen nach langer Verletzungspause nur noch auf Reserve und nach achtzig Minuten war es dann soweit. Nachdem de la Cruz mehrmals gescheitert war, übernahm Schmidt und traf aus 22 Metern die Unterkante der Latte, von wo der Ball über den Rücken von Torwart Maskow ins Tor fand. Der Treffer erzielte auf beiden Seiten Wirkung - siehe oben - und so konnte sich der Gast am Ende wieder nicht für seine Leistung belohnen, obwohl man alles investiert hatte. Auch weil in der Schlussminute Orestis Kollias mit der letzten Chance an Torwart Schünemann scheiterte.

Fazit: unter dem Strich ist das Ergebnis nicht unverdient. Die Fortuna hatte das höhere Niveau, war auch läuferisch auf einem anderen Level und konnte von der Bank enorme Qualität nachlegen. Dennoch hat der SVE seinen eigenen Auftrag auch heute erfüllt. 
Die Art und Weise, wie unser Team leider erneut nicht belohnt wurde - zum fünften Mal in Folge - ist nun eine große Herausforderung an die Moral der Mannschaft.

Im nächsten Spiel am Sonntag wartet die auf dem Papier weitaus schwerere Auswärtsaufgabe in Hennef, das heute mit 3 : 0 in Breinig gewann. Die Mannschaft wird sicher auch da wieder alles investieren und hofft auf die Unterstützung der Zuschauer. Verdient haben die Jungs es auf jeden Fall. 


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